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Mitsubishi erforscht kabelloses Aufladen von Elektroautos

Mitsubishi erforscht kabelloses Aufladen von Elektroautos
Der japanische Autohersteller Mitsubishi erforscht das induktive Laden von Elektroautos. Ein Kabel wäre damit überflüssig. (Foto: © Mitsubishi)

Wer aktuell sein Elektroauto mit Strom betanken möchte, der muss es entweder an eine herkömmliche Haushaltssteckdose anschließen oder aber eine Ladesäule in der Nähe ansteuern. Der japanische Auto- hersteller Mitsubishi möchte das lästige Ladekabel künftig überflüssig machen. Mit den Firmen WiTricity Corporation und IHI Corporation forscht man momentan an neuen Lösungen für das induktive Laden von elektrisch angetriebenen Autos. Die Ladestationen könnten sich praktisch überall unter dem Asphalt befinden und das Fahrzeug beim Drüberfahren oder Parken ohne das Einstecken eines Steckers aufladen. Die Hotspots könnten sich dem Unternehmen zufolge aber nicht nur auf Parkplätzen, sondern auch unmittelbar unter der Fahrbahnoberfläche vor Ampeln oder unter dem Pflaster von Drive-in-Restaurants befinden.

Durch die Technologie könnten Elektroautos im Stadtverkehr permanent aufgeladen werden. Die Angst, der Akku könnte unterwegs leer werden, wäre somit beseitigt, allerdings würde die flächendeckende Installation eines solchen Systems sicher viele Jahre in Anspruch darüber hinaus erhebliche Kosten verursachen. Ein Elektroauto soll mit der Technik von Mitsubishi bis zu 3,3 Kilowattstunden Strom über eine Entfernung von 20 Zentimeter aufnehmen können. Der Wirkungsgrad des Systems soll den Angaben des Unternehmens zufolge bei über 90 Prozent liegen.

Für Mitsubishi ist das induktive Aufladen von Elektroautos der nächste logische Schritt: “Als erster Großserienhersteller von Elektrofahrzeugen haben wir diese Technologie konstant weiterentwickelt. Mit der kabel- losen Lademöglichkeit treten wir nun in eine neue Phase ein”, sagt Osamu Masuko, Präsident von Mitsubishi Motors. Der Autohersteller bietet mit dem Mitsubishi i-MiEV den einzigen serienmäßigen Stromer weltweit an und ist bereits damit beschäftigt, weitere Fahrzeuge mit einem rein elektrischen Antrieb zu entwickeln.

Der japanische Elektroflitzer i-MiEV verfügt über vier Sitzplätze und ist hierzulande zum Einstiegspreis von 34.390 Euro (normale Version) bei den Händlern erhältlich. Der i-MiEV basiert auf dem Kleinwagen “i”, den Mitsubishi vor einigen Jahren als Alternative zum Smart auf den Markt gebracht hat. Der Antrieb erfolgt über einen Elektromotor mit 64 PS, der sich an der Hinterachse befindet. Das Aggregat bringt es auf beachtliche 180 Newtonmeter Drehmoment. Den Sprint von 0 auf 100 km/h bewältigt der Mitsubishi i-MiEV in rund 13 Sekunden, was in etwa dem Durchschnitt für Kleinwagen entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Mitsubishi mit 130 km/h an. Den Strom bezieht der Elektromotor aus insgesamt 88 Lithium-Ionen-Zellen, die im Wagenboden verbaut wurden. Zusammen kommen sie auf eine Kapazität von 16 Kilowattstunden. Bei normaler Fahrt reicht das für etwa 150 Kilometer. Mittels Rekuperation lässt sich die Reichweite bei Bergabfahrten oder vor Ampeln vergrößern. (ok)