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Test: Manche Mousepads gehören auf den Sondermüll

Test: Manche Mousepads gehören auf den Sondermüll
Laut einer Untersuchung von Öko-Test gehören einige Mousepads eher auf den Sondermüll und nicht auf den Schreibtisch. (Foto: © Fionn Große / Pixelio)

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat auf viele Anfragen von Verbrauchern reagiert, die sich über den oft üblen Geruch von Mousepads beschwert haben und hat 18 Mousepads auf Schadstoffe untersuchen lassen. Getestet wurden Mousepads aller Preiskategorien (von 1,99 Euro bis 33,14 Euro) aus Deutschland, den Niederlanden, China und Taiwan. Das Ergebnis ist sehr erschreckend: Die meisten Mousepads strotzen nur so vor Schadstoffen, fast überall (in 16 von 18 Produkten) wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden. Diese Substanzen können über die Haut in den Körper gelangen und sind teilweise krebserregend oder können das Erbgut schädigen.

Doch das ist noch nicht alles: In einem Mousepad des Herstellers Hama wurde u.a. Quecksilber nachgewiesen, das schon in kleinen Mengen das Nervensystem schädigen und in großen Mengen tödlich sein kann. Positiv ist nur, dass Hama als Reaktion auf den Test sein Produkt umgehend vom Markt genommen hat. In Abhängigkeit von dem Material des Pads gibt es noch andere Schadstoffbelastungen. Unterlagen aus PVC/PVCD/ chlorierten Kunststoffen bestehen beispielsweise zu gut einem Drittel aus dem Weichmacher Diisodecylphthtalat (DIDP), ein Stoff, für den es in Babyartikeln und Kinderspielzeug einen gesetzlichen Höchstwert gibt. In Produkten aus Naturkautschuk sind zwar keine Weichmacher enthalten, doch in einem Mousepad aus Naturkautschuk von Rossmann fanden die Tester krebserregende Nitrosamine.

Mousepads aus Leder enthalten dagegen teilweise einen hohen Gehalt an Chrom, welches wahrscheinlich noch vom Gerben stammt. Außerdem wurden in den Leder-Mousepads auch halogenorganische Verbindungen gefunden, die als allergieauslösend und sogar krebserregend gelten und in einem Fall enthielt das Mousepad das Lederkonservierungsmittel Chlorkresol, das unter anderem die Schleimhäute reizen kann. Auch die bunten Farben eines Mousepads können Gefahren bergen.

Von den 18 Mousepads im Test fielen 10 mit der Note “ungenügend” und zwei mit “mangelhaft” durch. Nur jeweils zwei waren “ausreichend” und “befriedigend” und nur jeweils einmal konnte die Note “gut” und “sehr gut” vergeben werden. Das beste Mousepad mit der Note 1 war das Filzpad Enter zum Preis von 15,90 Euro. Angesichts dieser besorgnis- erregenden Ergebnisse raten die Verbraucherschützer deshalb dringend davon an, ein Mousepad zu verzichten. Wer mit einer optischen oder einer Laser-Maus arbeitet, braucht es sowieso nicht. (mh)