Chevrolet will 2013 Elektro-Version des Spark auf den Markt bringen

Chevrolet plant ein Elektroauto, das auf dem Kleinstwagen Spark basieren und schon 2013 auf den Markt kommen soll. Schon im vergangenen Jahr gab es in Indien ein solches Bestreben, das mit Reva begonnen wurde, aber aufgrund diverser Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens wieder aufgegeben wurde. Nun wurde die Idee wieder aus der Schublade geholt. Geplant ist eine kleine Stückzahl des Elektro-Spark zu fertigen, die für Kalifornien und andere ausgewählte Märkten weltweit gedacht ist. Noch ist nicht bekannt, ob der Spark EV auch in Deutschland erhältlich sein wird. Im Gegensatz zum erfolgreichen Chevrolet Volt (in Deutschland als Opel Ampera auf dem Markt) soll der elektrische Spark keinen Verbrennungsmotor als Range-Extender besitzen, sondern ein reines Elektroauto sein. Weitere Details zur Leistung, Reichweite und zum Preis des kleinen Flitzers wurden noch nicht veröffentlicht. US-Medien zufolge werden konkrete Angaben im November veröffentlicht, wenn Chevrolet seinen 100. Geburtstag feiert.
Klar ist nur, dass der Spark EV vor allem für Stadtbewohner und Pendler auf Kurzstrecken interessant sein dürfe. Der konventionell angetriebene Spark, der im kommenden Jahr auch in den USA und Kanada erhältlich sein soll, verfügt über einen 4-Zylinder-Motor mit 83 PS und 1,2 Liter Hubraum. Dort soll das Auto nicht nur mit einer 5-Gang-Schaltung, sondern auch als Automatik-Version angeboten werden.
Der Spark EV soll die Elektroflotte von Chevrolet ergänzen, die bislang aus dem Elektro-Volt mit einem Range-Extender und dem Malibu Eco mit eAssist-Technik besteht. Letzterer startet Anfang 2012 in den USA und verfolgt ein Midhybrid-Konzept, d.h. er wird mit einer Kombination aus Benzinmotor (2,4 Liter), Lithium-Ionen-Batterie und Elektromotor (11 Kilowatt / 15 PS) angetrieben. Alle bis heute gewonnenen Erfahrungen mit Elektroautos sollen dem neuen Spark EV zugute kommen. Auch die Erkenntnisse, die Chevrolet mit seinen Elektro-Testflotten in Shanghai, Korea und Indien gewonnen hat, sollen in den Elektro-Spark einfließen. So soll er eine wettbewerbsfähige Konkurrenz zu anderen Elektro- Flitzern wie z.B. dem Nissan Leaf werden.
Unabhängig davon sollen Ende 2012 zwei weitere Modelle mit Range- Extender auf den Markt kommen, die als Ableger des Chevrolet Volt gelten und auf der Peking Auto Show vorgestellt wurden. Hierbei handelt es sich um eine Fließhecklimousine und einen Minivan namens Volt MPV5. Auch hier ist unklar, ob die Modelle nur in den USA auf den Markt kommen oder auch in Deutschland erhältlich sein werden. (mh)




