Nest: Intelligentes Thermostat lockt mit eleganter iPod-Optik

Dieser optisch ansprechende Thermostat mit dem einprägsamen Namen “Nest” soll die “Generation iPod” zum Energiesparen animieren. Bei dem kleinen Gerät handelt es sich um einen lernfähigen Thermostat, das völlig automatisch das Verhalten des Nutzers analysiert und sich selbständig an verschiedene Situationen wie zum Beispiel plötzliche Wetterwechsel anpasst. Dass Nest auf den ersten Blick an einen iPod erinnert, ist übrigens kein Zufall: Für das Design des Thermostats ist Tony Fadell verantwortlich, der als Erfinder des iPod und der Musik-Software iTunes gilt. Die Idee, einen intelligenten Thermostat zu entwickeln, kam Fadell laut “Wired” bei dem Bau seines Hauses. Als es schließlich darum ging, Thermostate für das neue Eigenheim auszusuchen, fiel Fadell auf, dass es kaum Auswahl gibt und die Geräte meist aus langweiligem, weißem Plastik bestehen und zudem auch noch schwer zu bedienen sind.
Für die Entwicklung des Thermostats holte sich Fadell Unterstützung von alten Apple-Kollegen, die ebenfalls schon an der Entwicklung des kultigen iPod mitgewirkt hatten. Gemeinsam gründete man die Firma Nest Labs Inc. Fadell und seinen Kollegen setzten sich als Ziel, eine ökologischere Variante der Hitze- und Kälteregulierer bauen zu wollen. Das scheint mit dem im Vergleich zu herkömmlichen Thermostaten schon fast futuristisch anmutenden Nest auch sehr gut gelungen zu sein.
Nest ist aber nicht nur ein Thermostat, sondern ein Mini-Computer, der von den Gewohnheiten seines Besitzers lernt. Dazu ist Nest mit allerlei Sensoren ausgestattet, mit denen sich das Gerät eigenständig ein Bild des Heizverhaltens seines Nutzers macht. In der ersten Woche müssen Nutzer noch manuell eingreifen und ihre Wunschtemperatur einstellen. Ab der zweiten Woche soll Nest dann selbständig agieren. Über seine Sensoren soll Nest zudem bemerken, wann sich jemand im Raum aufhält und wann nicht. So soll sich Energie zusätzlich einsparen lassen. Über weitere Sensoren behält Nest die Außentemperatur im Auge, um zu ermitteln, ob und wie stark geheizt werden muss.
Die Bedienung von Nest wird aber nicht nur per Hand möglich sein: Über einen Computer, ein Smartphone oder ein Tablet lässt sich das Gerät von jedem Ort aus fernbedienen. Nest soll ab dem 14. November 2011 in den US-Handel kommen. Der Preis wird bei ca. 250 US-Dollar pro Stück liegen. Ob Nest irgendwann auch außerhalb der USA angeboten werden soll, ist momentan noch nicht bekannt. (ok)




