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Öko-Bilanz: Puma beziffert Umweltschäden auf 150 Mio. Euro

Öko-Bilanz: Puma beziffert Umweltschäden auf 150 Mio. Euro
Sportartikelhersteller Puma beziffert die durch das Unternehmen verursachten Umweltschäden in einer Öko-Bilanz auf rund 150 Mio. Euro. (Foto: © Puma AG)

Als erstes Großunternehmen weltweit traut sich nun der Sportartikel-Hersteller Puma aus Herzogenaurach, die Schäden in Zahlen zu fassen, die seine Produktion an Natur und Umwelt verursacht. Bereits im Mai teilte Puma die Umweltbelastung durch Treibhausgas und Wasserverbrauch mit und bezifferte diese auf 94 Millionen Euro. Bei dieser Rechnung wurden alle Produktionsschritte von der Rohstoff- Verarbeitung bis zum Verkauf der Waren berücksichtigt. Sowohl die Arbeitsschritte auf den Baumwollfeldern als auch die in der Textilfärberei und Schneide- rei bis hin zur Produktion von Sportschuhen flossen in die Bewertung des Unternehmens ein. Jetzt hat Puma den vollständigen Bericht für das Jahr 2010 vorgelegt. Zu den Schäden in Höhe von 94 Millionen Euro, die durch die Emission von Treibhausgasen und den Wasserverbrauch entstanden sind, kommen noch einmal 51 Millionen Euro für die Auswirkungen von Landnutzung, Luftverschmutzung und Abfälle hinzu.

Der Großteil der Schäden geht auf das Konto der Zulieferbetriebe, die für die Chemikalienproduktion große Mengen Wasser verbrauchen oder für die Lederproduktion Kühe züchten. Nur etwa sechs Prozent der Schäden gehen dem Bericht zufolge auf das Konto des Kerngeschäfts (Büros, Lager, Logistik, etc.). Laut dem früheren Puma-Chef Jochen Zeitz sucht Puma nun den Dialog mit anderen Sportartikelherstellern, Regierungen und Umweltschützern, um “ein neues Geschäftsmodell zu etablieren, das nicht gegen, sondern im Einklang mit der Natur arbeitet”.

Bis 2015 sollen auch zum Puma-Mutterunternehmen PPR gehörenden Marken wie Stella McCartney, Gucci oder Yves Saint Laurent eine Bilanz erstellen, aus der sämtliche Umweltbelastungen hervorgehen. 2012 will Puma neben der Umweltbilanz auch noch eine Sozialbilanz erstellen, in der zusätzlich Löhne und Arbeitsbedingungen beurteilt werden.

Puma will mit dieser ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung in erster Linie Transparenz schaffen und diese als Basis für die Entwicklung neuer Ansätze für ein nachhaltiges Geschäftsmodell nutzen. Zeitz hofft darauf, dass auch andere Unternehmen seinem Beispiel folgen und ihre Umwelt- belastungen veröffentlichen. Zwar haben laut Zeitz andere Firmen wie BASF, Coca-Cola, Daimler und Siemens Interesse an der Umweltbilanz von Puma gezeigt, doch manche fürchten durch die Veröffentlichung ihrer Umweltbilanz einen Imageschaden. Einzig der US-Chemiekonzern Dow Chemical kündigte bereits offiziell an, dass man innerhalb der nächsten fünf Jahre eine derartige Umweltbilanz veröffentlichen wolle. (mh)