Daimler und BYD kündigen Designstudie für Elektroauto an

Im letzten Jahr vereinbarten Daimler und das chinesische Unternehmen BYD eine Kooperation in dem Joint Venture BDNT (”BYD Daimler New Technology Co. Ltd.”), an dem beide Partner jeweils 50% halten. Auf der Automobilmesse Auto China 2012, auf der BDNT erstmalig mit einem eigenen Messeauftritt zu sehen sein wird, wollen die beiden Partner zum ersten Mal die gemeinsam entwickelte Designstudie eines neuen Elektroautos vorstellen, das 2013 in China auf den Markt kommen soll. Mit dem Messeauftritt will BDNT zum einen die Identität der neuen Marke näherbringen und zum anderen den Besuchern vermitteln, wie die “Green Vision” des Joint Venture aussieht.
BDNT hat seinen Sitz in der südchinesischen Stadt Shenzhen, in der auch die Produktion stattfindet. Das Joint Venture liegt mit der Entwicklung der Designstudie offenbar gut im Zeitplan. Medienberichten zufolge sind die Lieferantenvergaben weitgehend abgeschlossen und es wurde bereits mit dem Aufbau der ersten Prototypen des Elektroautos begonnen. Beide Joint Venture-Partner haben sich dafür entschieden, sowohl lokale als auch internationale Lieferanten zu wählen.
In dem Joint Venture sollen die Kompetenten der beiden Partner effizient gebündelt werden. So ist BYD für Batterietechnologie und Elektroantrieb zuständig, während sich Daimler vor allem um Design und Sicherheit des E-Auto-Modells kümmert. Daimler bestätigte, dass man die langjährigen Erfahrungen beim Qualitätsmanagement auch hier einbringen wolle und dass die Qualitäts-Experten des deutschen Traditionsherstellers auch die spätere Produktion des neuen Modells begleiten sollen. Die Produktion in Shenzhen soll weitgehend an dem standardisierten PKW- Produktionssystem von Daimler ausgerichtet werden.
Währenddessen sind auch andere Kooperationen im Gespräch. So kann sich Daimler bei der Entwicklung von Autos mit alternativen Antrieben offenbar auch eine Zusammenarbeit mit BAIC vorstellen. Zusammen mit BAIC stellt Daimler - ebenfalls in Form eines Joint Ventures - im Werk in der Nähe von Peking bereits Autos mit konventionellen Antrieben her. Hier werden jährlich ca. 80.000 C-Klassen und E-Klassen (Langversion) gebaut. Ein konkretes Projekt für eine Kooperation bei der Entwicklung von Elektroautos gibt es hier jedoch noch nicht. (mh)




