Zwei Drittel der Deutschen an intelligenten Wohnlösungen interessiert

Einer aktuellen Umfrage des Manage- ment- und IT Beratungsunternehmens Capgemini Consulting zufolge sind heute zwei von drei Haushalten an intelligenten Wohnlösungen interessiert. Bei den als “Smart Home” bezeichneten Energiespar- Wohnlösungen sind die Geräte innerhalb eines Hauses miteinander vernetzt und agieren in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren quasi selbstständig. Beispiele hierfür sind Sicherheitssysteme, die ein Alarmsignal ertönen lassen, sobald der Kühlschrank längere Zeit offen steht oder Waschmaschinen, die erst dann mit dem Waschvorgang beginnen, wenn der Strom besonders günstig ist. “Smart Home” trägt nicht nur zur Energieeffizienz eines Hauses bei, sondern dient auch zur Steigerung des Komforts, der Sicherheit, der Gesundheit und der Unterhaltung.
Realisiert wurden bislang nur wenige Ansätze, dabei ist das Interesse der Verbraucher an dem Thema “Smart Home” durchaus sehr hoch. Zwar haben etwa 60% der Befragten vorher noch nie etwas von Smart-Home- Lösungen gehört, allerdings halten 44% der Befragten “Smart Home” für attraktiv und 22% für sehr attraktiv. Wie die Umfrage gezeigt hat, wären sogar 84% der Interessierten nach eigenen Angaben auch dazu bereit, für “Smart Home” zu zahlen. 23,8% stehen dem Thema “Smart Home” neutral gegenüber und nur 5,8% finden intelligente Wohnlösungen nicht attraktiv bzw. 4,6% gar nicht attraktiv.
Danach gefragt, welche Aspekte von “Smart Home” den Verbrauchern am wichtigsten sind, lagen die rationalen Argumente deutlich vor dem Unter- haltungsaspekt. So erhoffen sich 80% der Befragten von intelligenten Wohnlösungen eine Erleichterung des Alltags, 68% versprechen sich finanzielle Ersparnisse und 56% wünschen sich durch “Smart Home” mehr Komfort in den eigenen vier Wänden. Anders als die Unternehmen annehmen (85%), ist der Unterhaltungsaspekt von “Smart Home” für die Verbraucher weniger wichtig (51%). Einigkeit besteht dagegen bei dem Aspekt der Energieeffizienz, den über 70% der Verbraucher und Unternehmen als sehr großen Vorteil von “Smart Home” nennen.
Außerdem wünschen sie sich einen zentralen Anbieter solcher Wohn- lösungen. Aktuell sind die Ansprechpartner für “Smart Home” wohl am ehesten unter den Energieversorgern und in der Telekommunikations- Branche zu suchen. Die meisten Deutschen würden sich als erstes an die Deutsche Telekom, die RWE, Vodafone und E.ON wenden. Am ehesten vorstellbar wären auch Ansprechpartner aus dem Bereich der Gebäude- technik, allerdings kennen die meisten Verbraucher hier keine konkreten Unternehmensnamen. Für die Studie wurden 500 deutsche Haushalte mit Internetzugang und rund 20 Branchenvertreter aus relevanten Bereichen befragt. Die Unternehmen stammten aus den Branchen Energie, Gebäu- detechnik, Hard- und Softwareproduktion, Haushaltsgeräte, Telekommunikation sowie der Unterhaltungselektronik. (mh)




