Elektroauto Chevrolet Volt: Hersteller äußert sich zur Brandursache

Schon im Mai dieses Jahres war in einem Chevrolet Volt, dem Vorzeige-Elektroauto aus dem Hause General Motors (GM), auf einem Testgelände Feuer ausgebrochen und zwar rund drei Wochen nach einem durchgeführten Crashtest. Inzwischen wurden weitere Tests durchgeführt, die zu Schäden an der Batterie und sogar erneut zu einem zeitlich sehr verzögerten Feuer geführt haben. GM hat den Vorfall nun ein wenig detaillierter erklärt. In der Mitteilung heißt es, dass bei den Crashs Lecks an den Batterien entstanden sein müssen, wodurch schließlich Flüssigkeit austreten konnte. Durch einen Kurzschluss, dessen Ursache noch unbekannt ist, sei dann einige Tage später ein Brand ausgelöst worden. Aktuell ist die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA damit beschäftigt, die Ursache für den Brand zu ermitteln.
Ein Problem ist laut Chevrolet, dass die Batterie nach dem Crashtest nicht entladen wurde. Während der Benzintank eines herkömmlichen Fahrzeugs nach dem Test entleert wird, sei dies bei dem Elektroauto nicht geschehen. Verunsicherte Kunden, die sich in ihrem Elektroauto nun nicht mehr sicher fühlen, können bis zur endgültigen Klärung der Vorfälle kostenfrei einen Ersatzwagen von Chevrolet erhalten. Etwa 30 Kunden sollen dieses Angebot bereits in Anspruch genommen haben.
Die Diskussion um die Sicherheit des Chevrolet Volt kommt für GM und Opel zum denkbar schlechtesten Augenblick. Opel bringt aktuell sein Elektroauto Ampera auf den Markt, das nahezu baugleich mit dem Volt ist. Mark Reuss, Präsident von GM Nordamerika, hat erklärt, dass man nun sehr eng mit der NHTSA zusammenarbeiten möchte, um ähnliche Vorfälle für die Zukunft ausschließen und das Vertrauen der Verbraucher in die Technologie stärken zu können. Auf den Verkaufsstart des Opel Ampera sollen die Brände ebenfalls keine Auswirkungen haben.
Sowohl der Chevrolet Volt als auch der Opel Ampera benötigen nach Herstellerangaben auf den ersten 100 Kilometern nur 1,6 Liter Kraftstoff. Wird der Akku danach nicht aufgeladen, steigt der Verbrauch auf ca. 4,8 Liter. Dies liegt an dem kleinen Verbrennungsmotor, der dazu dient, als eine Art Generator die Batterien des Autos während der Fahrt wieder aufzuladen. Die Reichweite liegt dank dieses Range-Extenders bei 580 Kilometern, rein elektrisch kann etwa 80 Kilometer weit gefahren werden. Die Preise für die Elektroautos von GM liegen bei 41.950 Euro für den Volt und bei 42.900 Euro für den Ampera. (mh)





