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IWR: Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf steigt weiter

IWR: Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf steigt weiter
Einer Schätzung des IWR zufolge haben die erneuerbaren Energien 2011 einen Anteil von 19% am Strombedarf von Deutschland. (Foto: © Sturm / Pixelio)

Auch in diesem Jahr konnte der Anteil der erneuerbaren Energien am Strombedarf in Deutschland wieder deutlich zulegen. Wie das Internationale Wirtschaftsforum Re- generative Energien (IWR) mitgeteilt hat, liegen die ersten Schätzungen für 2011 vor. Demnach kommen die erneuerbaren Energien in diesem Jahr auf insgesamt rund 113 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom, was einem Anteil von rund 19 % am Gesamtstrombedarf entspricht. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr steuerten die erneuerbaren Energien 103,5 Milliarden Kilowattstunden Strom bei.

Auch in diesem Jahr ist die Windenergie die wichtigste regenerative Stromquelle, mit der 2011 mehr als 40 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt wurden. Den größten Zuwachs verzeichnete die Solarenergie mit einem satten Plus von 58%. Damit liefert die Sonnenenergie nun rund 18,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Aufgrund der Stilllegung von Kernkraftwerken als Reaktion auf das Atomunglück im japanischen Fukushima im März diesen Jahres ist der Anteil der Kernenergie an der Stromproduktion gesunken. Stammten im vergangenen Jahr noch 140,6 Milliarden Kilowattstunden aus Atomenergie, werden es 2011 wohl “nur noch” rund 110 Milliarden Kilowattstunden sein.

IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch ist davon überzeugt, dass das Jahr 2011 ein Wendepunkt in Sachen erneuerbare Energien und Kernenergie ist. Seiner Einschätzung nach werden die erneuerbaren Energien spätestens im kommenden Jahr 2012 dauerhaft einen höheren Anteil des deutschen Strombedarfs decken als die Kernenergie.

Umweltschützer sehen die Energiewende nicht ganz so optimistisch. So kritisierte die Klima-Allianz, ein bundesweiter Zusammenschluss von 100 Umweltschutz-Organisationen, erst heute die Energiepolitik von einigen Bundesländern. Als Beispiel wurde Brandenburg genannt, dessen Lan- desregierung eine Energiestrategie verfolge, die bis 2030 auf Braunkohle setzt. Unter anderem ist immer noch geplant, nach 2020 ein nagelneues Braunkohlekraftwerk in Jänschwalde zu errichten, was nach Ansicht der Klimaschützer “klar der von der Bundesregierung beschlossenen Energie- wende” widerspricht. Wenn Brandenburg weiterhin am Neubau des Kraftwerks festhalte, so gefährde das Land seine eigenen und die Klimaschutzziele Deutschlands, warnt die Klima-Allianz. (mh)