Wegen möglicher Brandgefahr: Opel stoppt Auslieferung des Ampera

Autohersteller Opel hat die Auslieferung seines Elektroautos Ampera gestoppt. Damit reagieren die Rüsselsheimer auf Probleme, die es im Rahmen von Crash- tests mit dem baugleichen Chevrolet Volt gab. Während der Tests wurde u.a. auch ein Seitenaufprall simuliert. Rund drei Wochen nach dem Crash geriet plötzlich die Batterie, die offenbar im Verlauf des Crashs beschädigt wurde und dadurch Flüssigkeit verlor, in Brand. Hersteller General Motors reagierte sofort und bot Volt-Besitzern an, ihnen bis zur Feststellung der genauen Brandursache ein anderes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Einige Volt-Fahrer sollen das Angebot bereits angenommen haben. GM vermutet, dass während des Crashs ein Leck in der Batterie entstanden ist und so die brennbare Flüssigkeit auslaufen konnte. Einige Wochen später sei es dann zu einem Kurzschluss gekommen, wodurch sich die Flüssigkeit entzünden konnte.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls ließ Opel zunächst verlauten, dass der Marktstart des baugleichen Ampera nicht gefährdet sei. Offenbar hat man sich nun aber dazu entschieden, zunächst die Ursache und eine Lösung für die Probleme zu finden. In Europa wurde der Ampera angeblich rund 6.500 Mal vorbestellt. Opel rechnet laut einem Sprecher nicht damit, dass viele Käufer des Elektroautos ihre Bestellung stornieren werden. Noch gibt es keine Informationen, wie lange sich der Ampera verspäten wird.
Mark Reuss, Präsident von GM Nordamerika, erklärte vor einigen Tagen, dass man eng mit der US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA zusammenarbeiten wird, um ähnliche Vorfälle wie bei dem Chevrolet Volt für die Zukunft ausschließen und das Vertrauen der Verbraucher in die Technologie des Unternehmens stärken zu können.
Sowohl der Chevrolet Volt als auch der Opel Ampera benötigen nach Herstellerangaben auf den ersten 100 Kilometern nur 1,6 Liter Kraftstoff. Wird der Akku danach nicht aufgeladen, steigt der Verbrauch auf ca. 4,8 Liter. Dies liegt an dem kleinen Verbrennungsmotor, der dazu dient, als eine Art Generator die Batterien des Autos während der Fahrt wieder aufzuladen. Die Reichweite liegt dank dieses Range-Extenders bei 580 Kilometern, rein elektrisch kann etwa 80 Kilometer weit gefahren werden. Die Preise für die Elektroautos von GM liegen bei 41.950 Euro für den Volt und bei 42.900 Euro für den Ampera. (ok)





