Tata Emo: Elektroauto aus Indien kostet nur 15.700 Euro

Der indische Autohersteller Tata will Elektromobilität bezahlbar machen. Auf der Detroit Auto Show 2012 zeigte der US-Ableger des Unternehmens nun die Studie Emo, die für deutlich weniger als 20.000 Euro auf den Markt kommen könnte. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es der kleine Elektroflitzer über das Konzeptstadium hinaus schafft, was den Verantwortlichen zufolge aktuell noch nicht festzustehen scheint. Momentan handle es sich bei dem Emo lediglich um eine Machbarkeitsstudie, heißt es.
Der elektrifizierte Inder würde für umgerechnet 15.700 Euro vier Türen und ausreichend viel Platz für vier Passagiere bieten. Auffällig ist die bis hoch ins Dach gezogene Frontscheibe, die nicht nur die Sicht des Fahrers verbessern, sondern auch zum Beobachten der Umgebung einladen soll. Dafür wird auch eine Heckklappe verzichtet. Damit soll den Entwicklern zufolge das Gewicht des Emo reduziert werden. Das bedeutet aber auch, dass Gepäck auf dem Rücksitz transportiert werden muss und Sitzplätze verloren gehen. Um das Be- und Entladen zu vereinfachen, wurden die hinteren Türen rechts angeschlagen und lassen sich sehr weit öffnen.
Der Tata Emo verzichtet auf eine B-Säule, erfüllt aber den Entwicklern zufolge trotzdem die geltenden US-Crash-Normen. Zu dem Antrieb des Stromers wollten sich die Verantwortlichen Ingenieure noch nicht äußern. Man gab lediglich bekannt, dass der Tata Emo eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreichen kann. Die Reichweite soll sich auf ca. 160 Kilometer belaufen, was für die meisten Fahrten in der City ausreichen dürfte.
Das größte Argument für den Tata Emo ist und bleibt jedoch sein Preis. Für 15.700 Euro bekommt man hierzulande gerade mal einen Kleinwagen mit Verbrennungsmotor. Für ein Elektroauto muss man schon deutlich mehr Geld auf den Tisch legen. So kostet z.B. Opels Elektroauto Ampera mehr als 40.000 Euro, bietet dafür jedoch auch mehr Komfort und dank seines Range-Extenders auch eine größere Reichweite. Der Peugeot iOn schlägt mit rund 30.000 Euro zu Buche. Noch erschwinglicher wäre der Emo in den USA: Nach dem staatlichen Zuschuss in Höhe von 7.500 US- Dollar würde das Elektroauto für unter 10.000 Euro zu haben sein. (ok)




