Studie: Ökostrom-Umlage könnte viel niedriger ausfallen
Einer Meldung der Nachrichtenagentur “DPA” zufolge könnte die EEG-Umlage niedriger ausfallen als es aktuell der Fall ist. Laut einer Studie des Saarbrücker Instituts für Zukunfts-Energiesysteme müssen Verbraucher momentan unnötig viel für die Ökostrom-Förderung zahlen. Die Umlage hätte ohne Sonderkosten im Jahr 2012 um rund 0,1 Cent je Kilowatt- stunde gegenüber dem Vorjahr gesenkt werden können, so das Ergebnis der Studie. Tatsächlich ist die Ökostrom- Umlage in diesem Jahr leicht auf 3,59 Cent je Kilowattstunde gestiegen. Die Umlage wird von allen Verbrauchern über den Strompreis bezahlt. Sie wird oft von Anbietern als Grund für steigende Strompreise genannt.
Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr muss ca. 125 Euro EEG-Umlage zahlen. Gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) werden den Bertreibern von Solar-, Wind- und Biomasse-Anlagen auf 20 Jahre garantierte Preise für den erzeugten Strom gezahlt. Mit der garantierten Vergütung soll der Ausbau von Ökostrom-Anlagen in Deutschland gefördert werden.
Die Förderung wird regelmäßig überprüft und gekürzt. Ausschlaggebend dafür ist der Zubau neuer Anlagen. Werden zum Beispiel - wie es in den vergangenen Jahren der Fall war - viele Photovoltaik-Anlagen installiert, werden im folgenden Jahr die Vergütungen angepasst, um den Zubau und damit auch die Kosten kontrollieren zu können.
In der Studie des Saarbrücker Instituts für Zukunfts-Energiesysteme wird ausdrücklich betont, dass die EEG-Umlage keine Strompreiserhöhungen für Endkunden rechtfertige. Die Umlage könnte gesenkt werden, wenn die Kosten auf mehrere Schultern verteilt würden. Aktuell gibt es einige Ausnahmen bei der Umlage: So sind sehr stomintensive Unternehmen von der Regelung ausgenommen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Laut der Studie profitieren aber auch Unternehmen wie der Braunkohletagebau von der Ausnahmeregelung, obwohl gar keine Braunkohle exportiert werde. Diese lande zum größten Teil in den umliegenden Kraftwerken. (ok)




