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Ökostrom und Ökogas: Das Oktoberfest soll grüner werden

Ökostrom und Ökogas: Das Oktoberfest soll grüner werden
Das Oktoberfest in München wird grüner: Das Fest soll mit Strom aus erneuerbaren Energien und Ökogas versorgt werden. (Foto: © Susanne Beeck / Pixelio)

Das Oktoberfest in München ist das größte Volksfest Deutschlands und weit über die Grenzen der Bundesrepublik berühmt. Bei den Millionen Besuchern, die jedes Jahr auf die “Wiesn” strömen und feiern, wird eine große Menge Strom benötigt – genaugenommen insgesamt rund 3 Millionen Kilowattstunden Strom. Das entspricht der Stromverbrauch des Münchner Oktoberfestes etwa dem von 1.200 Haushalten, das ist ungefähr die Größe einer Kleinstadt mit rund 21.000 Einwohnern. Schon seit 2000 kommt auch auf den Wiesn Ökostrom zum Einsatz, so werden seitden alle öffentlichen Bereiche wie Straßen und Toiletten mit sauberem Strom aus erneuerbaren Energien versorgt.

Doch in diesem Jahr soll der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien kommen, wie Münchens Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) am Mittwoch mitteilte. Neben den öffentlichen Bereichen sollen also dann auch alle Festwirte und Schausteller den grünen Strom nutzen. Außerdem werden die gastronomischen Einrichtungen auf der Wiesn mit Ökogas beliefert. Nicht nur in Sachen Ökostrom, auch in anderen Bereichen wurden in den letzten Jahren auf dem Oktoberfest umweltschonende Maßnahmen eingeführt. So sind die Oktoberfest-Zelte mit sparsamen LED-Lampen ausgestattet und das benutzte Wasser der Geschirrspüler wird als Toilettenwasser wiederverwertet.

Wie bei allen Volksfesten fallen auch beim Oktoberfest große Mengen Müll an, doch der Entwicklung hier ist erfreulich: Im Jahr 1991 besuchten ca. 6,4 Millionen Gäste das Oktoberfest und hinterließen pro Person 1,26 kg Restmüll. 20 Jahre später, im Jahr 2011 verursachte jeder der rund 6,9 Millionen Besucher der Wiesn nur noch 130 Gramm Restmüll, was einer Müllreduktion von rund 90% entspricht.

Seit diesem Jahr gibt es darüber hinaus die Aktion “Wiesn-Klimafreunde”, die für eine gute CO2-Bilanz werben will. Wer an der Aktion teilnehmen und die CO2-Bilanz seines Wiesnbesuchs verbessern will, kann ein Lebkuchenherz “Wiesn-Klimafreunde” kaufen. Mit dem Erlös werden Emissionszertifikate gekauft, die aus einem Klimaschutzprojekt in Bayern stammen. Mit einem kleinen bzw. großen Klimafreunde-Herz werden die CO2-Emissionen ausgeglichen, die für zwei bzw. vier Personen durch den Verzehr von 1 Maß Bier, 1/2 Hendl und 1 Brezel sowie die Anreise mit der Bahn aus dem Münchner Umland entstehen. Das kleine Klimaherz kostet 4,50 Euro, das große 6,50 Euro. Übrigens werden diese Herzen nicht nur auf der Wiesn verkauft, sondern sind auch online erhältlich. (mh)