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Mit Geld die Welt verändern: Investitionen in Erneuerbare Energien richtungsweisend

Mit Geld die Welt verändern: Investitionen in Erneuerbare Energien richtungsweisend
Mit Geld die Welt verändern: Investitionen in Erneuerbare Energien richtungsweisend (Bild: https://pixabay.com („skeeze“))

Während Donald Trump vom Clean Power Plan sowie dem Pariser Abkommen zum Klimaschutz nichts wissen will und stattdessen Kohle- und Ölindustrie fördert, haben Experten keinen Zweifel daran, dass die Energiewende kommt. In Deutschland herrscht derzeit eine Stagnation bei Erneuerbaren Energien. 2016 wurden in der Bundesrepublik lediglich 12,5 Prozent des Energiebedarfs mit alternativen Quellen gedeckt. Insgesamt zeigen sich die Ausbauziele im europäischen Raum ausbaufähig. Europa könnte schon bald den Anschluss verlieren. China befindet sich dagegen auf dem Vormarsch und hat bezüglich der Installationszahlen die Nase vorn. Die globale Investitionsbereitschaft lässt hoffen: 328,9 Milliarden Dollar wurden 2015 in Erneuerbare investiert.

Besonders bitter hat es die Branche der Erneuerbaren derzeit in den USA getroffen. Präsident Donald Trump hat wenig Interesse an der Energiewende, vielmehr will er Kohle- und Ölkonzerne unterstützen. Die Angst, erneuerbare Energien könnten schon bald Geschichte sein, ist angesichts des neuen Staatsoberhauptes zweifelsfrei präsent. Doch die Lobby hinter den umweltfreundlichen Energiequellen lässt sich nicht so einfach kleinkriegen. Bill Gates und viele andere investierten Unmengen an Geldern in Entwicklungs- und Forschungsprojekte. Der Microsoft Chef hat großes Vertrauen in die Renditen der Branche und gründete gemeinsam mit 20 Investoren einen Fund mit einer Größenordnung von einer Milliarde Dollar. Unter den Investoren ist kein Geringerer zu finden als Jeff Bezos, Gründer von Amazon. Und auch für die Zukunft scheint die Investitionsbereitschaft ungebrochen: Allein die Investmentbank Goldman Sachs will bis 2025 „insgesamt 150 Milliarden Dollar investiert haben“, bestätigt Deutschlandfunk online. Ob die USA mit Trump langfristig eine Rolle bei der Entwicklung Erneuerbarer Energien spielen wird, bleibt abzuwarten.

Private und öffentliche Gelder bedeutend für den Klimaschutz

Wie viel in die Forschung, Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energie investiert wird, hat großen Einfluss auf den Verbleib alternativer Energiequellen. Neben prominenten Persönlichkeiten, wie Bill Gates kann jeder Verbraucher weltweit aktiv zum Klimaschutz beitragen und die Nachfrage steuern. Die Tatsache, dass im vergangenen Jahr lediglich 12,5 Prozent des Energiebedarfs in Deutschland aus alternativen Quellen stammte, legt das Potenzial offen. Der Umstieg von Privathaushalten auf Erneuerbare Energie würde bereits einen großen Schritt in die richtige Richtung darstellen.
Der Einfluss der Gesellschaft reicht aber weit über den privaten Energiebezug hinaus.

Auch Unternehmen, Vereine und Stiftungen dürfen ihren Einfluss nicht unterschätzen. Als Beispiel dient eine Stiftung aus Deutschland, die seit 2002 soziale Projekte finanziert: Die Bewegungsstiftung hat sich die Förderung sozialer Projekte über Beratung und Zuschüsse zur Aufgabe gemacht. Themenfelder wie Migration, Ökologie und soziale Gerechtigkeit stehen im Fokus. Um die finanzielle Grundlage der Stiftungsarbeit zu sichern, wird das Stiftungsvermögen in ethisch-nachhaltige Kapitalanlagen mit größtmöglicher Sicherheit investiert. So entschied sich die in Verden ansässige Einrichtung unter anderem für den alternativen Energiedienstleister Green City Energy, der sich für den Ausbau Erneuerbarer Energien stark macht. Ausschlaggebend für die Investition der Bewegungsstiftung sollen die umfangreichen Erfahrungen der Green City Energy AG, sowie die Management-Konstanz gewesen sein. „Überzeugt hat den Anlageausschuss und den Stiftungsrat die Fähigkeit, stets nach neuen Technologien Ausschau zu halten und diese auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit zu prüfen“, heißt es online.

Positive Bilanz: Globale Investitionsbereitschaft hoch

Global wird viel in alternative Energien investiert. Wie Statista bestätigt, betrugen die global bereitgestellten Gelder im Jahr 2015 allein für Solarenergie 161 Milliarden Dollar, was einer Zunahme von 12 Prozent entspricht. Windenergie wurde mit 109,6 Milliarden Dollar deutlich weniger gefördert, kam aber dennoch auf ein Gesamtergebnis von +4 Prozent. Anschließend kommt lange nichts, wie die Grafik zeigt.

Statista

Solar- und Windkraft liegen unangefochten an der Spitze der internationalen Investitionen. Beide Energieformen sind die einzigen, die zwischen 2014 und 2015 einen Zuwachs bei den Investitionen zu verzeichnen hatten. Über 50 Prozent der globalen Investitionen für alternative Energien fließen dabei in Solarprojekte. Manager Magazin hat die Ergebnisse der zugrunde gelegten Auswertung von REN21, dem Netzwerk für Erneuerbare Energien, zusammengefasst und erklärt: „Laut REN 21, das beim Umweltprogramm UNEP der Vereinten Nationen angesiedelt ist, waren 2015 sich entwickelnde Länder stärker für das Wachstum erneuerbarer Energien verantwortlich als die entwickelten Nationen.“ Mit einer Investitionssumme von 156 Milliarden Dollar hätten China, Indien und Brasilien deutlich mehr investiert, als Europa. Die Volksrepublik China überholte Europa bereits 2015 in Sachen Windkraftausbau. Inzwischen steht jedes dritte Windkraftwerk in China. Auch Indien befindet sich auf der Überholspur und kann mit 29 Gigawatt Kapazität eine ordentliche Leistung vorweisen.

Die EU ist nun gefordert sich eindeutig zu den Erneuerbaren Energien zu bekennen und die schwachen Ausbauziele aufzustocken. Ansonsten ist die einstige Position als Wegbereiter für nachhaltige Energiepolitik ernsthaft gefährdet.

Quelle Grafik: statista / REN21