Mit einer speziellen Photovoltaik-Versicherung sichern Sie Ihre wertvolle Photovoltaik-Anlage gegen eventuelle Beschädigungen. (Foto: © Pixelio / Sturm)
Bei der Planung einer neuen Photovoltaik-Anlage steht meistens das Thema Finanzierung im Vordergrund. Man sollte allerdings auch frühzeitig über die Absicherung der neuen Anlage im Schadensfall nachdenken. Dazu bieten einige Versicherer mittlerweile spezielle Photovoltaik-Versicherungen an, mit denen sich die teure Investition gegen viele Arten von Beschädigungen absichern lässt. Auch viele Verbände empfehlen eine Photovoltaik-Versicherung, weil eventuelle Schäden an den teuren Solarmodulen nicht über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt sind. Eine Photovoltaik-Versicherung tritt nicht nur im Falle eines Diebstahls ein, was mittlerweile keine Seltenheit mehr ist, sondern auch dann, wenn bei der Anlage Material- oder Konstruktionsfehler oder aber Schäden durch falsche Bedienung auftreten. Ebenfalls mitversichert sind Schmorschäden sowie Schäden, die durch einen Kurzschluss, Sachbeschädigung, Unwetter (Feuer, Wasser, Sturm, Hagel) oder Sabotage entstanden sind. Wer den Strom, den er mit der eigenen Photovoltaik-Anlage erzeugt, verkauft, sollte außerdem zu einer Betreiberhaftpflichtversicherung greifen, da in der Regel bei Versicherungsfällen die normale Privathaftpflicht oder die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung nicht einspringt.
Die meisten Photovoltaikversicherungen bieten eine sogenannte Nutzungsausfallklausel an. Dadurch ist neben der Anlage auch der Einnahmeausfall abgesichert. Die Nutzungsausfallklausel berechnet sich in der Regel nach dem durchschnittlichen täglichen Ertrag der PV-Anlage, der mit einem bestimmten Geldwert vergütet wird. Die Bedingungen für den Nutzungsausfall sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Die PV-Versicherung sichert normalerweise sämtliche Bestandteile einer Solaranlage ab. So sind nicht nur die Module selbst versichert, sondern auch die dazugehörigen Gerüste, Wechselrichter, Regeleinheiten für die Netzeinspeisung, Schaltschränke, Sicherungsanlagen, Zubehör wie Kabel und Steckverbinder, etc. Im Fall von Erdbeben, Krieg oder Schäden durch Kernenergie leistet die PV-Versicherung nicht. Bei Überschwemmungen oder Blitzschlag ist die Anlage jedoch abgesichert.
Wie bei anderen Versicherungen kann auch bei der Photovoltaik-Versicherung eine Selbstbeteiligung vereinbart werden. Durch diese können sich die Kosten für die Versicherung deutlich senken lassen, allerdings sollte man hier eine Summe wählen, die im Schadensfall problemlos aufgebracht werden kann. Der Abschluss einer Photovoltaik-Versicherung ist vor der Anschaffung möglich, kann aber auch noch später abgeschlossen werden, wenn die Anlage bereits auf dem Dach Strom produziert. Es ist jedoch ratsam, schon in der Planungsphase für eine entsprechende Absicherung zu sorgen.